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Auf nach Berlin!

Auf nach Berlin!

Schon als kleiner Knirps träumte er davon, einmal mit den ganz „Großen“ Handball zu spielen. Als Henri Dittmar (Jahrgang 2001) mit sechs Jahren in der DJK Neumarkt bei Uschi Gruber das Handball spielen lernte, war klar, dass er keinen Ball verloren gab und lieber als Gewinner das Feld verlassen wollte. Wechselnde Trainer waren für ihn dabei nicht von Nachteil, denn er saugte von jedem Rückmeldungen auf. Schließlich wollte er immer besser werden und so hatte er in Neumarkt schnell den Platz des Spielemachers sicher.

Mit 12 Jahren wurde er zum ersten Mal gesichtet. Henri erinnert sich noch genau an den Freitagabend, als der C-Jugendtrainer der Neumarkter DJK anrief und ihn fragte, ob er am nächsten Tag an der Sichtung des Bezirks Ostbayern teilnehmen wollte. Natürlich wollte er! Obwohl er ein Jahr jünger war als die anderen, konnte Henri überzeugen, und trainierte von da an jeden zweiten Samstag mit dem älteren Jahrgang. In den ersten Monaten schlief er nach diesen Einheiten regelmäßig zu Hause auf dem Sofa ein, so sehr strengte ihn das Training an. Unter Ralf Stagat, dem jetzigen Abteilungsleiter der Vampires, entwickelte er sich weiter und fuhr 2014 zu seinem ersten Internationalen Turnier nach Holland. Große Freude brach aus, als 2015 die Nominierung zum 8-Bezirke-Turnier nach Coburg bei ihm eintraf. Henri durfte sein Können auch dort zeigen und überzeugte sogar die Auswahltrainer Bayerns. So wurde am Ende dieses Turniers im Juni 2015 auch sein Name aufgerufen und er erhielt die erste Einladung zum Bayernkader. Von diesem Tag an trainierte der Gymnasiast noch härter. Jede freie Minute wurde gejoggt, Kraft aufgebaut und im heimischen Garten mussten die Brüder als „Sparringspartner“ herhalten. 

Als in der DJK Neumarkt keine B-Jugend mehr zustande kam, wechselte er im Sommer 2016 mit seinen Vereinskollegen Gabriel Uschold und Paul Neppert zum TV Eibach. Mit dem neuen Verein gelang den drei Neumarktern der Sprung in die Bayernliga. Hier konnte Henri seine Position am Kreis behaupten und entwickelte sich schnell zum Abwehrchef. Doch auch die Tiefpunkte des Sportlerlebens erlebte der Schüler, der die Q11 des Willibald-Gluck-Gymnasiums besucht. Im Februar 2017 wurde er nicht nach Heidelberg zur ersten Sichtung für die U17 geladen. Das schmerzte ihn sehr, aber Aufgeben ist keine Option für den jungen Handballer. Er trainierte weiter - und gehört jetzt zu den zehn besten Torschützen Bayerns in der A- und B-Jugend. Das hat schließlich wohl auch zur Nominierung für den Länderpokal geführt. Bei diesem Turnier treffen sich Handballer aus allen Bundesländern in Berlin und spielen über vier Tage die Deutsche Meisterschaft aus. Nebenbei wird hier für die U17 Nationalmannschaft gesichtet.

„Das ist ein Riesenturnier und da gewinnen meist Mannschaften aus dem Norden, wie der Berliner HV oder die Hamburger. In Bayern ist Handball leider Randsportart. Aber ich habe zum ersten Mal ein Trikot mit meinem Namen bekommen und dabei sein ist alles!“ So der erfolgreiche Handballer. Der Traum mit den „Großen“ zu spielen ist wahr geworden und sicherlich das schönste Weihnachtsgeschenk. Und weiter träumen darf man ja.

Impressionen

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Ein Artikel von:

Neumarkt Vampires 18. Dezember 2017