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Vampires in Handballbundesliga

Neumarkt Vampires beißen auch in Handball-Bundesliga zu

Vampires in Handballbundesliga

Seit dieser Saison sind zwei Mädels der Neumarkt Vampires für den Deutschen Handballbund (DHB) im Einsatz. Rebecca und Nathalie Stagat werden als Sekretärin und Zeitnehmerin in der 3. Bundesliga und in der Jugendbundesliga eingesetzt.

Der Weg dahin war nicht ganz einfach. Vor Saisonbeginn gab es viele organisatorische Dinge zu bewältigen. Dazu gehörte eine umfangreiche Schulung, in der es um Regelkunde und um den elektronischen Spielbericht ging. Am Ende stand dann noch ein Regeltest auf dem Plan, den es zu bestehen galt, denn sonst wäre alles schon zu Ende gewesen, bevor es überhaupt begonnen hat.

Vor dem ersten Spiel war die Aufregung natürlich groß. Aber bei der Premiere konnten die beiden Mädels noch auf die Unterstützung von Matthias Pernet zurückgreifen. Matthias ist langjährig erfahrener Sekretär für die erste und zweite Bundesliga und begleitete die beiden zu ihrem ersten Spiel.

Zuerst fand die sogenannte technische Besprechung mit den Schiedsrichtern und den Mannschaftsverantwortlichen statt und kurz danach ging es dann auch schon in die Halle. Der erste Eindruck: „Das hier ist heute schon etwas größer als in der Bezirksliga.“ Die Mannschaften des TS Herzogenaurach I und des TuS Metzingen II waren gerade beim Aufwärmen, als das Vampires-Duo die Tore und die Coachingzone kontrollierten.

Mit dem Anpfiff war die Aufregung wie weggeblasen – es hieß, die Konzentration auf das Spiel zu richten, allerdings nicht so wie ein Zuschauer. Ständig musste man wissen, welche Spielerin den Ball hatte, um im Falle eines Tores zu wissen, wer es geworfen hat. Zudem musste man immer die Auswechselzone im Blick haben, da Wechselfehler vom Kampfgericht beanstandet werden. Schnelle Reaktion war dann gefragt, wenn ein Mannschaftsverantwortlicher eine der Team-Time-Out-Karte einsetzte. Damit war es aber noch nicht genug, denn immer wieder musste der Blick zu den Schiedsrichtern gehen, um zu bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Und so ganz nebenbei mussten auch noch die Zeitmessanlage in der Halle und der Computer bedient werden. Man muss sich ja auch mal bewusstmachen, dass das Spiel in Bundesligageschwindigkeit abläuft. Nach dreißig Minuten ertönte die Sirene der Hallenanzeige zur Halbzeitpause. Aber für die Mädels hieß das noch lange nicht, dass sie jetzt fünfzehn Minuten durchatmen konnten. Bevor es für die Zeitnehmerin Nathalie in die Kabine ging, musste sie noch mit der Sekretärin Rebecca die Verwarnungen (gelbe Karten) und Zeitstrafen abgleichen.

In der zweiten Spielhälfte wurden unsere Mädel auf die Probe gestellt, ob Stressresistenz wirklich zu ihren Stärken zählt. Das Spiel wurde hektischer und die Verwarnungen, Zeitstrafen und Tore nahmen deutlich zu. Wenn dann noch Spielunterbrechungen und ein Team-Time-Out dazu kamen, musste man Ruhe bewahren und die Übersicht behalten. Alles in allem haben die Beiden trotz der Hektik, ihr allererstes Spiel als Kampfgericht der dritten Bundesliga, sehr gut gemeistert. Als die zwei am Ende gefragt wurden, wie sie das Spiel denn fanden, antworteten sie: „Keine Ahnung! Wir haben eigentlich nichts mitbekommen. Wenn man da unten sitzt, richtet sich die Konzentration auf andere Sachen, als wenn man als Zuschauer da ist.“

Die Neumarkt Vampires wünschen Rebecca und Nathalie noch viel Glück für die Saison und hoffen, dass sie auch für uns hin und wieder als Kampfgericht am Tisch Platz nehmen werden!

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Ein Artikel von:

Neumarkt Vampires 21. September 2017